cake before steak 1.0 -lieber vegan essen als alles fressen. Mein Leben. Meine Entscheidung. Mein Weg.

Warum eine vegane Ernährung dein Jungbrunnen sein kann?

Ich erzähl euch heute mal meine Geschichte. Meine Erfahrungen und meine Reise vom „Allesfresser“ bis zum Veganismus. Und das alles mit Kindern in einem Fleischfresserhaushalt. Klingt nicht sehr einfach – ist es auch nicht.

Und Nein. Ich will nicht „trendy“ sein, jemanden belehren, künstliche Aufmerksamkeit oder mit erhobenem Zeigefinger und fragwürdigem Blick auf die Teller der „Allesfresser“ starren. Ich will mich selbst an der Nase nehmen und meine Fortschritte hier festhalten. Nebenbei würde ich mich freuen, wenn ich den ein oder anderen inspirieren kann, einfach mal mehr darüber nachzudenken was man tagtäglich so in sich rein stopft oder den Kindern vorsetzt.

Und damit alles paletti ist, sag ich’s gleich jetzt. Die Begriffe „Allesfresser“ oder „Fleischfresser“ sind keineswegs böse gemeint, hört sich nur cooler an. #sunglassessmiley

Diese Wandlung hat also für mich einen triftigen Grund und ich habe diesen Umstieg mit tiefster Überzeugung gestartet.

Jeder hat einen eigenen Standpunkt über das Thema Ernährung und jeder Standpunkt seine Berechtigung. Meistens wird doch einfach so gegessen, wie wir es in der Kindheit von unseren Eltern und Bezugspersonen gesehen und gelernt haben, nicht wahr? Ist ja auch ganz natürlich. Die wenigsten hinterfragen im Alter dieses erworbene Essverhalten oder gar die ach so beliebte Ernährungspyramide. (Es sei denn, man ist auf Diät. Aber da meist auch nur für einen bestimmten Zeitraum)

Vorweg will ich ganz ehrlich zu euch sein. Ich würde mich derzeit nicht als Veganerin bezeichnen. Dafür esse ich noch nicht „clean“ genug. Das ist ein Prozess. Es ist schwierig, von heute auf morgen eine Totalumstellung zu praktizieren. Alleine schon wegen den Kindern. Wie ich selbst das genau handhaben und was die Kinder so essen, erzähle ich weiter unten genauer. Jedenfalls will ich uns alle mit dem „Veganismus“ nicht überfordern, denn dann sind wir alle nur frustriert. Auch solche Erfahrungen gehören dazu. Ganz klar.

Der Weg ist das Ziel – und wir sind am Anfang, bereit für mehr. 

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Am besten, ich erkläre zu aller erst mal, was denn ein Veganer wirklich ist. Seitdem ich mich mit dem Thema auseinander setze, ist mir extrem aufgefallen, wie wenig Menschen wirklich verstehen, was vegan essen eigentlich bedeutet.
Ich selbst bin eines besseren belehrt worden. Vor einigen Jahren habe ich einer Veganerin Karfiol-Käse-Laibchen vorgesetzt, eben weil ich es nicht besser wusste. Erst Jahre danach, und einige Lektüren später kam ich drauf, dass ich ihr damals wortwörtlichen Käse vorgesetzt habe. Ich glaube sie hat die Dinger dann auch nur aus Höflichkeit gegessen. (da spreche ich mittlerweile aus Erfahrung)

Was bedeutet „Vegan“ denn jetzt genau?

Der Veganismus ist eine, vom Vegetarismus hervorgegangene Einstellung zu einer bestimmten Lebens- und Ernährungsweise. Ein vegan lebender Mensch verzichtet auf jegliche Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs oder aber auf die Nutzung von Tieren und tierischen Produkten allgemein.
Nochmals im Klartext. Vegan zu essen, bedeutet eine komplett fleischlose Ernährung. Aber auch der Verzicht auf Milch, Milcherzeugnisse, Käse, Eier, Honig,..


Wie alles begann…

Es war einmal an einem lauen Frühlingsabend vor gut vier Monaten. Nichtsahnend swipte ich so durch das world wide web. Geleitet von Langeweile schaute ich ein sinnloses Video nach dem anderen. Rüber zu Instagram, dann wieder Facebook, wo ich durch einen Facebookfreund auf ein interessantes Youtubevideo gestoßen bin. Es ging um Anfangsnahrung für Baby’s.

Daraufgeklickt und 10 Minuten später brachte ich meine Kinnlade nicht mehr hoch. Ich war wie gebannt, doch gleichzeitig zutiefst schockiert. Eins war klar, das muss hinterfragt werden. Ich wollte immer mehr und mehr wissen. Ich habe recherchiert, hinterfragt, Studien spekuliert und ganz besonders auf mein Bauchgefühl gehört. Ich kam immer und immer wieder auf das gleiche Ergebnis.

It’s the food!

Alle Krankheiten haben einen gemeinsamen Nenner. Tierprodukte. Die gesündeste/krankheitsärmste Ernährung ist eine auf pflanzenbasierende Vollwertnahrung. Also ganz ohne Fleisch/Fisch, Eier und auch ganz ohne Milch.

Je mehr ich mich damit befasste, desto klarer wurde mir, was für „Müll“ wir tagtäglich eigentlich in uns reinstopfen. Und zu welchen Folgen das führt.

Da musste ich nicht weiter überlegen und mein Entschluss stand fest. Ich will vegan essen.

Und meine Kinder sollen das natürlich auch. Logisch, warum sollte ich ihnen etwas vorsetzen, von dem sie nicht profitieren, sondern nur negatives erhalten. Ich will natürlich das beste für sie, also wird zukünftig auch vegan gegessen.

Der erste Adrenalinkick verflog. Danach fing ich mal an das genauer zu durchdenken. Wie mach ich das denn jetzt von heute auf morgen mit meiner Familie? Was ist bei Familienessen? Wie werden die Kinder darauf reagieren? Fragen über Fragen häuften sich in meinem Kopf. Und die Reaktion meiner Mitlebenden war auch eher semigeil.

Jeder belächelte meine Entscheidung, so als wenn das wieder mal so eine Phase von mir wäre. Aber sie wussten natürlich nicht das, was ich wusste. Als das Tage später auch noch zur Debatte stand, dass Lina jetzt kein Fleisch mehr bekommt, wurde erst realisiert, dass ich auf Ernst mache.

Applaudiert haben sie mir nicht, kann ich euch sagen.

Eher wurde versucht mich zu belehren, dass das völliger Quatsch sei und wir doch so unbedingt unser Protein brauchen. Und das Kalzium. Das ist soooo wichtig für die Knochenbildung der Kinder. Wenn sie sich da mal nicht irren.

Aber ich muss ehrlich sagen, ich verstehe deren Reaktion auch vollkommen. So aus dem nichts kommend, ohne jegliche Vorwarnung. Da konnte ich nicht mit Applaus rechnen, schließlich durften sie uns ab sofort bei jedem Essen extra behandeln. Und was ist jetzt mit den Kindern, hab ich ständig zu Ohren bekommen. Willst du nicht wenigstens ihnen das Fleisch gewähren? Ähm, hallo? Natürlich nicht. Das würde doch vollkommen meinen neuen Prinzipien wiedersprechen. Und nach der Dokumentation earthlings, war’s bei mir sowieso vorbei mit dem Thema Fleisch.

Es wurde so oft heiß diskutiert, nur wenige verstanden meine Einstellung oder wollten einfach nicht hören, was ich zu sagen hatte. Denn wenn man sich eingestehen würde, dass ich in einigen Dingen recht hätte, müsst man doch sein ganzes Leben umkrempeln. Oder nicht? Der Gesundheit wegen. Stattdessen wurden Witze darüber gemacht, es verteufelt oder für Unsinn erklärt.

Es sind nun vier Monate vergangen und jeder konnte sich langsam daran gewöhnen, dass nun veganes Essen bevorzugt wird. Ich habe mittlerweile die Riemen innerhalb der Familie ein wenig gelockert, uns aller Willen. Es bringt nichts wenn wir uns deswegen stressen. Dann geht der Schuss erst recht nach hinten los. Mittlerweile haben wir da einen ganz guten Weg gefunden…

Fortsetzung folgt…

Teil 2: cake before steak – 3 facts warum du lieber vegan essen solltest.

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