life is not a milky way – Warum du keine Milch trinken solltest. Auch nicht dein Baby!

Würdest du als Erwachsener noch aus der Brust deiner Mutter trinken? Wohl kaum, wäre ja megapeinlich. Warum aber trinkst du dann die Muttermilch einer anderen Spezies? Eine Milch, die eigentlich nur für Kälbchen gedacht ist? Der Mensch ist das einzige Lebewesen, der freiwillig die Muttermilch anderer Säugetiere trinkt. Katzen können Nierenschäden bekommen, wenn sie mit Kuhmilch ernährt werden. Es liegt also nahe, dass für den Menschen die Kuhmilch genauso fatale Folgen mit sich ziehen kann.

Ich versichere euch, wenn ihr diesen Artikel bis zum Schluss lest, werdet ihr die Milch am Frühstückstisch mit ganz anderen Augen betrachten.

Früher war ich selbst ein leidenschaftlicher Milchtrinker. Sie schmeckte mir einfach am allerbesten und kam auch überall zur Verwendung. Laut Ernährungspyramide werden 3 Portionen Milch oder Milcherzeugnisse empfohlen. Also alles gut, oder? Egal ob in meine Frühstücksflocken, zum Kochen und Backen, pur aus der Tüte oder einfach nur in den Kaffee reingekippt für besseren Geschmack. Die Milch war bei uns eines der gängigsten Nahrungsmitteln. Sobald sich unser Milchvorrat (2-3 Liter mussten immer zuhause sein) dem Ende neigte, bin ich wie die Feuerwehr zum nächstgelegenen Supermarkt gedüst. „Wer weiß, vielleicht hab ich heute noch unwiderstehliche Lust auf Cornflakes oder ’nen cremigen Smoothie.“ Und Kaffee ohne Milch? Sowieso ein absolutes No-Go.

Und allen Ernstes will mir dann jemand „meine“ Milch mies machen? Dass die doch gar nicht so gesund sein soll, wie gedacht – sondern reines Gift! Hääh?? Aber die Ernährungspyramide sagt doch…

ABER JA! Dem ist wirklich so. Und die Medien setzen auch alles erdenkliche in Bewegung, um den guten Ruf zu wahren und die Verkaufszahlen so hoch wie nur möglich zu halten. Fakt ist jedoch, Milch ist wirklich ungesund!

Warum und wieso das so ist werde ich euch in diesem Artikel genauer erläutern.

INFO: Gemeint ist hier immer die Kuhmilch. Zahlen und Fakten stützen sich rein auf die Erzeugnisse der Kuh. Dieser Beitrag umfasst meine persönliche Meinung zu diesem Thema. Der Beitrag schneidet gewisse Bereiche für das allgemeine Verständnis nur kurz an, ansonsten würde dieses Thema vermutlich 10.000 Wörter und mehr in Anspruch nehmen. Alle Angaben, die ich mache, sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Sollte sich dennoch mal ein Fehler eingeschlichen haben, lasst es mich bitte wissen! Für konstruktive Meinungen bin ich herzlich offen, jedoch nicht für „Rückbelehrungen“ oder Besserwisser. Wir sitzen alle im selben Boot, vergesst das nicht. #healthyliving

Am besten, ich fange ganz einfach mal am Anfang an. “ Wie kommt die Milch in die Tüte?“ Dieser Ablauf ist vielleicht dem ein oder anderen nicht zur Gänze bekannt.

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Der Kuhkreislauf des Lebens

Die Kuh produziert Milch ausschließlich für das Kalb. Wäre da kein Kalb, würde die Kuh natürlich auch keine Milch produzieren. Zu vergleichen ist das sehr gut mit uns Menschen. Ich als Mutter produziere schließlich auch nur Muttermilch, solange mein Baby es benötigt und die Nachfrage gegeben ist. In der Tierwelt wird das Neugeborene solange mit Muttermilch versorgt, bis es in der Lage ist selbstständig Futter zu finden und sich ohne fremde Hilfe ernähren kann. Wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist, trinkt das Tier nie wieder irgendeine Art von Milch. Beim Menschen ist das anders. Der Mensch trinkt vom Baby bis zum Greiß – sein ganzes Leben lang – Muttermilch.  Wir sind also auch im Erwachsenenalter noch nicht in der Lage selbstständig auf Futtersuche gehen zu können. #justkidding

Anhand dieses Absatzes müssten doch schon die ersten Alarmglocken läuten.

Die Kuh wird zuallererst gegen ihren Willen geschwängert. Nach nur wenigen Tagen wird der Mutter skrupellos das Baby weggenommen. Der Verlust ihres Neugeborenen ist für die Kuh genauso ein traumatisierendes Erlebnis, wie es bei uns Menschen der Fall wäre. Das Kälbchen wird anschließend getötet und zu Kalbfleisch verarbeitet oder für andere genauso grausame Zwecke verwendet. Die Mutterkuh wird bereits in der Schwangerschaft, ebenso nach der Trennung auf’s Maximale ausgesaugt, bis sie keine Milch mehr geben kann. Eine Milchperiode dauert im Schnitt ca. 300 Tage. Danach beginnt der ganze Spuk von vorne. Schwängern – Baby wegnehmen – Milch klauen. Immer und immer wieder. Maximale Ausbeutung! Die Milchkuh würde unter normalen Lebensbedingungen eine Lebensdauer von ca. 20 Jahren erreichen. Durch diese unmenschliche Ausbeutung und dem ausgesetzten physischen, emotionalen und seelischen Stress, den sie in Milchbetrieben erleiden muss, wird eine Kuh jedoch nur 5-6 Jahren alt. Das ist nicht mal ein Drittel ihrer eigentlichen Lebenserwartung!

Vielleicht denken einige nun: Das ist nunmal der Lauf des Lebens. Ganz ehrlich?Processed with VSCO with  preset Bullshit. Ich finde es unmoralisch, anderen Lebewesen solche Schmerzen zuzufügen. Ihr etwa nicht? Ist da nicht irgendwo ein schlechtes Gewissen in der Magengrube? Bei mir jedenfalls schon!

 

Ausgelöst durch die hohe Milchleistung und den maschinellen Milchentzug können außerdem zahlreiche Krankheiten bei den Milchkühen auftreten. Eine Milchkuh gibt normalerweise – ohne Einfluss des Menschen – ca. 3-4 Liter Milch am Tag – „für das Kälbchen“. Das ist jedoch viel zu wenig Ertrag für die Menschheit. Immerhin. Jährlich verbraucht ein einzelner Mensch rund 76 Liter Milch. Noch dazu kommt, dass die kleinen Euter unpraktisch für die rießigen Melkmaschinen wären. So kommt es, dass mittels spezieller Zusätze und Hormone im Futter sogenannte „Melkmaschinen-Euter“ angestrebt werden. Diese Melkmaschinen-Euter können nun urplötzlich bis zu 120 Liter Milch am Tag produzieren. WOW! Dass die Milchkuh durch den rießigen Euter im Gehen und sich Hinlegen stark eingeschränkt ist, daran will kaum jemand denken. Stellt euch mal nen Kerl mit so rießigen Hoden vor!? #affensmiley Ganz zu schweigen von den Risiken zahlreicher Infektions- und Entzündungsmöglichkeiten. Vorbeugend bekommen sie Antibiotika ins Futter gemischt, damit die Kühe nicht euterkrank werden. Die Medikamente gelangen so auch auf direktem Weg in die Milch, die wir nicht nur selbst trinken, sondern auch unseren Kindern geben. Da sparen wir uns doch gleich den Weg zum Arzt. Klasse, oder? Und Leute, das ist alles mit Schmerzen verbunden! Denkt an euch selber, wenn ihr mal ’ne richtig heftige Entzündung ausgefasst habt. Und ihr seid aber nebenbei nicht in winzigen Metallboxen eingesperrt.

Nach etwa drei Schwangerschaften ist eine Milchkuh so ausgelaugt und krank, dass es sich nicht rentieren würde, sie weiter als Milchmaschine zu nutzen. Sie wird nun eiskalt geschlachtet und zu Wurstware und anderen billigen Fleischerzeugnissen verarbeitet. Dieses Fleisch landet hauptsächlich in gängigen Fastfoodketten.


Milchbestandteile & damit verbundene Risiken

Die Hauptbestandteile der Milch sind Wasser, Laktose, Fette und Proteine. Jede Kuh produziert eine ganz bestimmte Aminosäurenzusammensetzung die perfekt auf das (eigene) Kalb abgestimmt ist. Aminosäuren sind die Grundbausteine aller Proteine und für Aufbau und Wachstum unentbehrlich. Dadurch, dass die Aminosäuren auf das Kalb abgestimmt sind, verursachen sie auch nur im Kalb keinen Schaden.

Merke dir: Immer wenn man etwas zweckentfremdet, bezahlt man dafür. Oft mit seiner eigenen Gesundheit.

Wir wissen nun also, dass Proteine für den Aufbau und das Wachstum zuständig sind. Wenn wir nun Kuhmilch mit Muttermilch vergleichen, stellen wir fest, dass diese Zusammensetzung dem des Menschen in keinster Weise ähnelt und deshalb auch für den Menschen nicht verträglich ist. (Laktoseintoleranz wäre eigentlich „normal“ für uns Menschen)

Proteinanteil Kuhmilch = 3,3 %

Proteinanteil Muttermilch = 1,2 %

Der enorme Unterschied rührt daher, dass ein Kälbchen 3 Mal so schnell wachsen muss wie ein Baby. Es muss in einem normalen Lebensraum schnell kräftig genug sein, um mit der Herde mitziehen zu können. Ein Baby muss das jedoch nicht. Wenn es nach zwei Jahren noch immer nicht alleine laufen kann, ist es genauso wenig lebensbedrohlichen Situationen ausgesetzt.

Für den Menschen jedoch hat das fatale Auswirkungen, wenn wir von klein auf regelmäßig dreimal so viel Protein zu uns nehmen, wie wir eigentlich benötigen würden.

  • ein Baby wächst viel schneller als es ursprünglich soll
  • der Wachstumsfaktor jeder einzelnen Zelle verändert sich
  • auch Krebszellen wachsen schneller durch erhöhten Faktor
  • da unsere Zellen wachsen schneller, altern wir auch schneller
  • der Tod kann dadurch schneller eintreten

Ein weiteres Problem stellt die Galaktose dar. Galaktose + Glukose = Laktose (Milchzucker) Die Galaktose kann von Kindern unbedenklich weiterverarbeitet werden. Sie ist essentiell für die Verstoffwechselung der Gehirnzellen, was erklärt, warum menschliche Muttermilch die meiste Galaktose beinhaltet. (Muttermilch ca. 3,6 g/100 g, Kuhmilch ca. 2,4 g/100 g) Die Galaktose muss durch Enzyme im Körper zuerst in GIukose umgewandelt werden, ansonsten kann der Körper damit nichts anfangen und es gelangt ins Blut. Im Erwachsenenalter kann es jedoch vorkommen, dass diese Enzyme fehlerhaft oder gar nicht vorhanden sind. Wenn es unumgewandelt im Blut zirkuliert wirkt es wie Gift für den Körper und kann folgende gesundheitliche Schäden hervorrufen:

  • Augenprobleme an der Linse (grauer Star, ect.)
  • Störungen des Nervensystems
  • Störungen der Feinmotorik
  • Störungen der Eierstöcke bis hin zu Eierstockkrebs
  • Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit der Frau

Dann wäre da auch noch das Milchfett. Wieviel Milchfett enthalten ist, hängt stark von Rasse, Haltung, Alter, Fütterung, Verarbeitung der Milch und anderen Faktoren ab. Da die Milch in der Packung jedoch nie nur von einer Kuh stammt, sondern das Ergebnis zusammengemischter Milch von zig Kühen ist, lässt sich dieser Wert auch kaum verallgemeinern. Wir wissen aber, dass dieses Milchfett viel zu viel gesättigte Fettsäuren enthält.

3,5% Milch = 2,4 g gesättigte Fettsäuren / 100 ml

1,5% Milch = 1,2 g gesättigte Fettsäuren / 100 ml

Vergleich Sojamilch = 0,2 g gesättigte Fettsäuren / 100ml

Bitte lasst euch jedoch nicht von der Fettlüge täuschen. 3,5% Fett sind nicht gleich 3,5% Fett, sondern  um die 50% Fett!!! (Fett wird ursprünglich in Kalorien gemessen, nicht wie auf den Verpackungen in Gramm)

Dass übermäßiger Konsum von Fett Übergewicht fördert und das Risiko einer lebensbedrohlichen Fettleibigkeit steigert, muss ich euch wohl nicht erklären. Es reicht anscheinend auch nicht, dass diese enormen Mengen an Fettsäuren unseren Cholesteringehalt drastisch erhöhen, es muss auch noch Extracholesterin in der Milch sein. Fein. Cholesterin füttert nicht nur Krebszellen, es ist auch alleiniger Verursacher aller Gefäßerkrankungen. Dementsprechend sollte natürlich so wenig wie möglich davon zu sich genommen werden.


Milchmythen & Co.

# Milch macht groß und stark

Wie ich weiter oben schon erläutert habe, geht das mit einem erhöhten IGF-1 Spiegel einher. Dieser Mythos könnte zwar als wahr angesehen werden, aber ich persönlich sehe das eher als Nachteil. Schließlich will ich auf keinen Fall schneller wachsen, altern und krank werden. Geschweige denn früher sterben.

# Milch stärkt Knochen & Zähne

Nicht nur die Universität Harvard hat Studien dazu durchgeführt, wie sich der Milchkonsum auf die Knochengesundheit auswirkt. Es stellte sich heraus, dass regelmäßiger Milchkonsum das Risiko an Osteoporose zu erkranken erhöhen kann. Die Milch enthält zwar Kalzium, was wichtig für den Knochenaufbau ist, jedoch können davon nur 25% aufgenommen werden, 75% nicht. Bei kalziumreichen Pflanzen (Brokkoli, Mohn, Grünkohl, Mangold,..) ist das genau umgekehrt – 75% können aufgenommen werden, 25% nicht. Milchprodukte sind durch ihren hohen Eiweiß- und Phosphorgehalt starke Säurebildner. Da unser Körper immer nach Gleichgewicht strebt, muss er dieser Übersäuerung entgegenwirken. Wir können dieses Ungleichgewicht aber nicht mit einer basischen Ernährung ausgleichen. Dies macht der Körper, indem er sich das wertvolle Kalzium aus den Knochen holt. Der Körper hat ca. 1 kg Kalzium gespeichert und 99% davon sind in den Knochen abgelagert. Wenn dieser Vorrat aufgebraucht ist, ist das Ergebnis irgendwann eine Knochendichte wie ein Schweizer Käse und das Risiko steigt, an Knochenbrüchen zu erleiden. Für eine optimale Kalziumaufnahme sollte man darauf achten, genug Vitamin D zu bekommen – also raus mit euch in die Sonne. Milchkonsum schwächt also eher unsere Knochen. Nierensteine oder andere Nierenprobleme können ebenfalls von Milchprodukten begünstigt werden, da die abgebauten Knochenbestandteile über die Nieren ausgeschieden werden müssen.

# Milch macht müde Männer munter

Dieser Werbeslogan hat sich wohl bei dem ein oder anderen eingebrannt. Mir ist es mittlerweile kein Rätsel mehr, warum die Wirtschaft so sehr darauf brennt einem „Grundnahrungsmittel“ wie sie es nennen, gutes Image einzuhauchen. Man braucht sich nur die tatsächlichen Fakten der Milch anzusehen. Und immer wieder kommen Skandale rund um die Milch an die Öffentlichkeit. Letzteres der chinesische Milchskandal von Quecksilber in Babymilchnahrungen. Warum sonst müsste man jährlich 100 Mio. Dollar investieren, um Studien und Werbung so zu präparieren, dass Milch doch kein Problem darstellt. Wie so oft ist in der Werbung nicht alles so rosig, wie es die Reklamen versprechen. Milch enthält den Wirkstoff Tryptophan, der auf den Körper eine schlaffördernde Wirkung hat. Von „Milch macht munter“ kann also nicht die Rede sein.

# Kuhmilch ist besser als Pflanzenmilch

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Die Kuhmilch schmeckt uns vielleicht besser, weil wir den Geschmack seit Anbeginn kennen. Was aber nicht heißt, dass sie wirklich besser oder gesünder ist. Milch enthält im Gegensatz zur Pflanzenmilch keine Ballaststoffe. Ballaststoffe sind das Skelett der Pflanzen und die gesündeste Form der Ernährung. Je mehr Ballaststoffe wir zu uns nehmen, desto besser. Sie reduzieren die Warscheinlichkeit auf jegliche Krankheiten. In keinem tierischen Produkt werden wir Ballaststoffe oder sekundäre Pflanzenstoffe finden, was darauf schließen lässt, dass kein einziges tierisches Produkt als „gesund“ bezeichnet werden kann.

# Milch enthält gesunde Vitamine und Mineralstoffe

Milch enthält lebenswichtige Vitamine, so heißt es. Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie die wasserlöslichen Vitamine C, B1, B2, B6 und B12. Ebenso enthält die Milch aber auch Bakterien, Viren, Prione, Antibiotika, Hormone und Pestizide. Sie gelangen durch das Futter in die Kuh und dadurch setzen sich diese Stoffe auch in der Milch ab. Es gibt zwar Wertgrenzen, die nicht überschritten werden dürfen, was die Auswirkungen meiner Meinung nach aber nicht schmälern. Auch wenn es die Richtlinien nicht übersteigt, sind diese schädlichen Stoffe trotzdem in der Nahrung und werden von unserem Organismus aufgenommen. Pflanzen können wir vor dem Verzehr reinigen. Versuche einmal Milch oder Fleisch zu waschen. Diese Stoffe reichern sich in unserem Fettgewebe an und wenn sie erst einmal da drinnen sind, sind die auch nicht mehr wegzubekommen.

# Milch ist weißes Gold

Habt ihr schon mal Muttermilch und Kuhmilch verglichen? Muttermilch ist im Gegensatz zur Kuhmilch eher gelblich. Aber warum ist dann Kuhmilch nicht auch gelb, sondern weiß? Muttermilch ist doch gleich Muttermilch? Nicht ganz. Der Fettgehalt der Milch spielt hier eine Rolle. Die weiße Farbe kommt aber zum Teil auch von Eiter. Ja ihr habt richtig gelesen, EITER! Vanillepudding mit Eiter – Mmhh.. Dies ist auch öffentlich bekannt, wird jedoch nicht herumposaunt, man muss schon danach suchen. Die Milch-Güteverordnung definiert Qualitätsklassen für Kuhmilch. Die Klassifizierung berücksichtig Keimzahlen, „somatische Zellen“, Abwehr- und Erregerzellen, Hemmstoffe (z.B. Medikamente) und weitere Werte. Eine höhere Qualität bedeutet für den Milchwirt natürlich auch mehr Geld von der Molkerei. In Milch der Qualitätsklasse 1 dürfen gemäß der Milchgüteverordnung 100.000 Keime pro ccm Kuhmilch (bei 30° Celsius) enthalten sein. Wenn bei der Kontrolle mehr Keime gefunden werden, bekommt die Milch Klasse 2.
Bei somatischen Zellen, zu denen auch die körpereigenen Abwehrzellen des Eiters gehören, liegt der Grenzwert bei 400.000 pro ccm – also das Vierfache der Erregerzellen. (Deutschland, Stand 2011) Auch wenn die Grenzwerte streng sind und die Milch vor dem Verkauf pasteurisiert wird, kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass Eiter bzw. Erreger enthalten sind. Und wenn wir an diese hormonell veränderten Euter von vorhin denken, ist es doch nur logisch, dass dadurch an den Euterinnenwänden etliche Entzündungen hervorgerufen werden können, und somit auch entzündliche Eiterbildungen.


Alternativen

Pobiert doch als Alternative mal Soja- oder Hafermilch aus. Schmeckt wirklich lecker. Das sagt sogar mein 9-jähriger und das soll was heißen. Für Milchreis verwende ich zum Beispiel gerne Reismilch, da die ein wenig mehr Süße hat. Probiert euch einfach durch, es gibt mittlerweile unzählige Pflanzenmilchprodukte. Es hängt auch stark vom Gericht ab, welche Pflanzenmilch die besten Eigenschaften zum Kochen besitzt und den besten Geschmack zaubert. Als Drink verwende ich am liebsten ganz typisch die Sojamilch.


Resümee

Es ist tatsächlich nicht leicht, von heute auf morgen die Milch wegzulassen oder zu ersetzen. Doch wenn man sich die obigen Fakten und das Leid der Tiere immer wieder vor Augen hält, hat man doch einen sehr guten Grund für eine Ernährungsumstellung. Nicht alle werden darauf anspringen, das ist mir schon klar. Aber immerhin, ihr wisst jetzt Bescheid und könnt bewusster mit dem Thema Milch umgehen. Für alle, die bis zum Schluss durchgehalten haben und die knapp 3000 Wörter gelesen haben – Vielen Dank. Ihr seid wunderbar.

Ehrlich gesagt hätte ich mir vor einem Jahr noch um die Burg nicht vorstellen können, dass ich mein Lieblingsnahrungsmittel so einfach weglassen könnte. Ok, einfach ist es nicht immer. Käse kann ich nicht immer wiederstehen, aber das ist wieder eine andere Geschichte. Immerhin – der Weg ist das Ziel, richtig? Was früher unwichtig war, ist jetzt Priorität. Man ist schließlich nicht nur für sich selbst verantwortlich, sondern auch für die eigene und die Gesundheit der Kinder. Deshalb der bewusste Umgang mit Nahrung. Jeder Organismus hat irgendwann seine Grenzen erreicht und ein Ablaufdatum. Unser Körper kann zwar vieles abpuffern, doch nicht alles. Irgendwann is(s)t Schluss. Wir sind ständig irgendwelchen schädlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt, da sollte es doch das leichteste Spiel sein zumindest darauf zu achten, was man tagtäglich in sich reinstopft.

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Challenge:

Geht doch mal in den Supermarkt und achtet explizit darauf, wo überall Milch oder Milchbestandteile drinnen stecken. Erschreckend, nicht wahr?

Ich freue mich über ganz viele eurer persönliche Erfahrungen. Teilt diese gerne hier in den Kommentaren mit uns.

Habt’s fein.

In Liebe,

Die Perlenmami

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